Matthieu Ricard, TED, Wohlbefinden verbessern, Macht der Gedanken, Gefühle, Vortrag, ted.com

Gedanken & Gefühle: Wie wir unser Wohlbefinden verbessern

Was bedeutet es, glücklich zu sein? Weise Sprüche und Sprichwörter handeln allzu oft von dieser Frage. Doch die Antwort findet sich dann doch nicht darauf, auch wenn Ratschläge und Tipps schon viel helfen. Glück hat sehr viel damit zu tun, wie es uns geht: physisch wie psychisch. Und damit wird klar, dass wir eigentlich über unser Wohlbefinden sprechen. Wenn auch Sie Ihr persönliches Wohlbefinden verbessern möchten, haben wir einige nützliche Gedanken für Sie gefunden: Matthieu Ricard spricht in seinem Vortrag (siehe Video am Ende des Beitrags) über die Angewohnheiten, die uns prägen und dazu beitragen, ob wir uns glücklich schätzen – oder eben nicht. Mit dabei ist eine effektive Anleitung, wie Sie Schritt für Schritt Ihr Wohlbefinden verbessern.

Warum wir nicht wissen, was Glück ist

Für viele ist Glück vor allen Dingen eines: Harte Arbeit. Das Ziel ist weit entfernt und man weiß gar nicht so recht, wo man denn anfangen müsste. Interessanterweise gibt es einfach kein klares Bild davon, was Glück eigentlich sein soll. Denn auch die großen Denker jeder Epoche haben das Glück nicht definiert. Ganz im Gegenteil: Es scheint, als hätten sie dieses Ideal ganz bewusst vage stehen gelassen. Das Ergebnis? Wir müssen uns selbst zurechtfinden, und daher auch selber festlegen, was Glück für uns selbst ist. Das Problem dabei ist, dass wir immer wieder Enttäuschungen hinnehmen müssen. Gerade weil wir nicht sicher wissen, was Glück ist. Deswegen suchen wir gelegentlich an den falschen Stellen nach dem Glück. Und was uns erfüllt, ist selten von Dauer.

Wohlbefinden als neues Ziel

Matthieu Ricard erklärt, dass ein alltagstauglicheres Konzept her muss. Sein Vorschlag: Das Wohlbefinden. Im engen Zusammenhang steht dieser Begriff mit Gelassenheit und Erfüllung. Was diese Worte alle gemeinsam haben, ist die Eigenschaft, dass es langfristig bleibt. Wohlbefinden ist kein flüchtiges Gefühl, sondern bildet die Grundlage für unsere Wahrnehmung. Steigern wir unser Wohlbefinden, geht es nicht darum, keine Angst, Wut oder Trauer mehr zu spüren. Der Unterschied liegt in der Intensität. Es geht also nicht um äußere Einflüsse, sondern wie wir im Inneren mit diesen Einflüssen umgehen. Langfristig gesehen müssen wir also unser Wohlbefinden verbessern, wenn wir „näher zum Glück“ wollen.

Durchschauen Sie negative Gefühle!

Um unser Wohlbefinden zu verbessern, empfiehlt der Redner, unseren negativen Gefühle und Gedanken direkt anzusehen. Wir sollen also nicht immer wieder an die Ursache der Wut beispielsweise denken, sondern an unsere Wut selbst. Ricards vergleicht die Wut mit einer Wolke: Sie sieht groß, mächtig und furchteinflößend aus. Aber versuchen Sie doch einmal, sich auf diese Wolke zu setzen oder sie anzufassen. In genau diesem Augenblick stellt sich diese Wolke als genau die Illusion heraus und als der Nebel, der sie ist.

Wie Sie effektiv Ihr Wohlbefinden verbessern

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass es immer besser funktioniert, und das langfristig. Denn je öfter Sie eine negative Gefühlsregung direkt ansehen, ja durchschauen und „verpuffen“ lassen, desto weniger Macht über Sie haben zukünftige negative Gefühle von Vornherein. Sehen Sie also negative Gefühle, die nur hinderlich sind, genau an. Lassen Sie sich nicht von diesen Gefühlen leiten. So, wie Sie mit Ihren Gedanken und Gefühlen umgehen, so beeinflussen Sie auch Ihre Wahrnehmung und Ihr ganzes Lebensgefühl. Natürlich erfordert das ein wenig Übung und Zeit. Ein bisschen Geduld, bis das so gut funktioniert, werden Sie schon brauchen. Doch es lohnt sich. Das richtige Training findet im Kopf statt: So können Sie Ihr Wohlbefinden verbessern. Probieren Sie es aus!

Matthieu Ricard erklärt, wie Sie Ihr Wohlbefinden verbessern

In seinem Vortrag erklärt Matthieu Ricard sehr anschaulich, wie Sie Ihr Wohlbefinden verbessern können, und das langfristig. (Deutsche Untertitel sind verfügbar)

(Quelle: YouTube; auch auf TED)

 

Cover-Bild: © TED

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.